Online Business-Barometer
Der Online-Handel in Deutschland wächst
Der Online-Handel ist stabil durch die Wirtschaftskrise gekommen und geht nun mit Zuversicht auf eine positive Entwicklung zu. Zwei Drittel der Händler haben ihre Umsatzziele in den letzten drei Monaten erreicht, 55 Prozent haben sie für dieses Jahr sogar höher gesteckt als 2009 und wollen auf Sparmaßnahmen verzichten. Im November vergangenen Jahres schätzten 59 Prozent der Händler ihr Geschäft positiv ein, im März 2010 sind es schon 65 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt der zweite Online Business Barometer der ebay GmbH.
Online- und stationärer Handel bilden eine starke Partnerschaft. Über die Hälfte der Online-Verkäufer betreibt auch stationären Handel. 65 Prozent der Händler sind sich einig, dass ein Ladengeschäft, das durch Internet-Aktivitäten ergänzt wird, zukunftsfähiger ist. Insgesamt meinen knapp 60 Prozent der Befragten die beide Handelskanäle nutzen, dass der Hauptteil des Umsatzes heute durch das Online-Geschäft erzielt wird.
Allerdings haben die Online-Händler in den vergangenen Jahren durchschnittlich zwei Mahnungen erhalten. 79 Prozent meinen, dass diese missbräuchlich eingesetzt werden, um mit leichten Mitteln Geld zu verdienen. Dass damit der Wettbewerb behindert werden soll, glauben 40 Prozent. Der finanzielle Schaden wird vom Großteil als erheblich eingestuft und deshalb sprechen sich 93 Prozent der Online-Verkäufer für eine Änderung des bestehenden Rechts aus. Sie fordern eine Reduzierung der mit der Abmahnung verbundenen Kosten (85 Prozent) sowie eine Einschränkung des Kreises der Abmahnberechtigten (64 Prozent).
Quelle: W&V, 03/2010


